Glanzlose Haare durch Zucker: Wie Glykation das Keratin angreift und welche Gegenmaßnahmen Dermatologen raten
Inhaltsverzeichnis
Zucker-Schock für die Haare? Warum Schokolade Glanz raubt – und wie Sie ihn zurückholen
Teure Shampoos, reichhaltige Haarkuren, Leave-in-Seren mit Keratin-Komplex – die Pflegeregale sind voll, die Versprechen groß. Doch trotz aller Mühe bleibt das Haar bei vielen Frauen und Männern stumpf, spröde und ohne jede Leuchtkraft. Die Ursache dafür liegt häufig nicht im Badezimmer, sondern auf dem Teller. Was viele nicht wissen: Zucker, insbesondere in verarbeiteten Lebensmitteln und Schokolade, löst im Körper einen biochemischen Prozess aus, der das Haarkeratin von innen heraus angreift. Dermatologen bezeichnen diesen Vorgang als Glykation – und seine Auswirkungen auf die Haarqualität werden in der Fachwelt zunehmend ernst genommen. In diesem Beitrag erklären wir die wissenschaftlichen Zusammenhänge, zeigen, woran Sie Glykationsschäden erkennen, und liefern Ihnen konkrete Strategien, mit denen Sie den natürlichen Glanz Ihrer Haare von innen zurückholen.

Was ist Glykation? – Der biochemische Prozess einfach erklärt
Glykation beschreibt eine nicht-enzymatische chemische Reaktion, bei der freie Zuckermoleküle – vor allem Glukose und Fruktose – sich an körpereigene Proteine binden. Dieser Vorgang läuft ohne die Beteiligung von Enzymen ab und unterscheidet sich damit grundlegend von der normalen Zuckerverwertung im Stoffwechsel. Das Ergebnis dieser Verbindung sind sogenannte Advanced Glycation End Products, kurz AGEs. Diese veränderten Proteinstrukturen sind starr, funktionsuntüchtig und können vom Körper nur schwer abgebaut werden.
Warum auch das Haar betroffen ist
In der Hautalterungsforschung ist Glykation bereits seit Jahren ein etabliertes Thema – Kollagen und Elastin verlieren durch AGEs ihre Spannkraft, Falten entstehen schneller. Doch der gleiche Mechanismus betrifft auch das Haarkeratin. Keratin ist ein Strukturprotein, das rund 90 Prozent des Haarschafts ausmacht. Wenn Zuckermoleküle sich an diese Keratinfasern heften, verändert sich die innere Architektur des Haares grundlegend. Das Haar verliert seine Geschmeidigkeit, wirkt matt und bricht leichter.
Wie Zucker das Haarkeratin angreift – Wissenschaftliche Zusammenhänge
Die Stabilität und der natürliche Glanz gesunder Haare beruhen auf einem komplexen Zusammenspiel aus Keratinfasern, Disulfidbrücken und einer intakten Schuppenschicht. AGEs greifen in genau dieses Gefüge ein. Wenn sich Zuckermoleküle an die Aminosäuren im Keratin binden, entstehen sogenannte Cross-Links – unerwünschte Quervernetzungen, die die Keratinfasern verhärten. Die natürlichen Disulfidbrücken, die dem Haar seine Elastizität und Widerstandsfähigkeit geben, werden durch diese Versteifung beeinträchtigt. Das Haar kann Feuchtigkeit schlechter speichern, die Cuticula wird rau, und das Licht wird nicht mehr gleichmäßig reflektiert. Das Ergebnis ist jener stumpfe, leblose Look, den keine äußere Kur dauerhaft kaschieren kann.
Die Rolle der Kopfhautdurchblutung
Zucker schädigt das Haar nicht nur über die direkte Keratinveränderung. Ein dauerhaft erhöhter Blutzuckerspiegel beeinträchtigt auch die Mikrozirkulation in der Kopfhaut. Die feinen Blutgefäße, die die Haarfollikel mit Sauerstoff und Nährstoffen versorgen, verengen sich, die Versorgung wird gedrosselt. Dermatologen beobachten bei Patienten mit chronisch hohem Zuckerkonsum häufig eine insgesamt verschlechterte Haarqualität – von verlangsamtem Wachstum bis hin zu vermehrtem Haarausfall.
Warnsignale erkennen – Wann Zucker Ihren Haaren schadet
Die Zeichen, dass Glykation bereits Ihre Haargesundheit beeinflusst, sind oft subtil – und werden leicht auf falsche Pflege oder saisonale Schwankungen geschoben. Achten Sie auf folgende Warnsignale: anhaltendes stumpfes Haar trotz regelmäßiger Pflege, eine spürbar erhöhte Brüchigkeit vor allem an den Spitzen, trockene Haarenden, die sich auch durch Öle und Kuren nicht dauerhaft verbessern lassen, nachlassende Farbintensität – sowohl bei naturbelassenem als auch bei coloriertem Haar – sowie ein insgesamt langsameres Haarwachstum.
Ein einfacher Selbsttest kann erste Hinweise liefern: Wenn Sie regelmäßig Süßigkeiten, Softdrinks oder stark verarbeitete Lebensmittel konsumieren und gleichzeitig mit den genannten Symptomen kämpfen, lohnt sich ein genauer Blick auf Ihre Zuckerbilanz. Natürlich können auch Hitze-Styling, chemische Behandlungen oder Nährstoffmängel ähnliche Schäden verursachen. Doch wenn trotz guter Pflege keine Besserung eintritt, gehört die Ernährung auf den Prüfstand.
Schokolade, Softdrinks und versteckter Zucker – Die größten Übeltäter
Nicht jeder Zucker wirkt gleich stark auf den Glykationsprozess. Besonders problematisch sind Lebensmittel mit einem hohen glykämischen Index – sie lassen den Blutzuckerspiegel schnell und stark ansteigen und fördern damit die Bildung von AGEs. Vollmilchschokolade und Weißmehlprodukte stehen ganz oben auf der Liste, gefolgt von Softdrinks, Fertiggerichten und hochverarbeiteten Snacks. Fruktosereicher Maissirup, der in vielen industriellen Lebensmitteln steckt, gilt unter Forschern sogar als besonders aggressiver Treiber der Glykation.
Vorsicht vor verstecktem Zucker
Tückisch sind vor allem jene Produkte, die gesund erscheinen, aber erstaunlich viel Zucker enthalten. Fertige Smoothies aus dem Kühlregal, Müsliriegel, aromatisierte Joghurts und sogar manche Salatdressings enthalten Zuckermengen, die weit über dem liegen, was die meisten Menschen vermuten. Wer seine Haargesundheit verbessern möchte, sollte deshalb die Zutatenlisten aufmerksam lesen und insbesondere auf Bezeichnungen wie Dextrose, Maltodextrin, Glukosesirup oder Saccharose achten.

Grüner Tee als Anti-Glykations-Waffe – Was die Forschung sagt
Einer der vielversprechendsten natürlichen Gegenspieler der Glykation kommt aus der Teetasse. Grüner Tee enthält Epigallocatechingallat, kurz EGCG – ein Polyphenol, das in zahlreichen Studien eine hemmende Wirkung auf die Bildung von AGEs gezeigt hat. EGCG kann die Verbindung von Zuckermolekülen mit Proteinen verlangsamen und besitzt gleichzeitig starke antioxidative Eigenschaften, die bereits entstandene Schäden an den Keratinstrukturen abmildern.
Für eine optimale Wirkung empfehlen Experten, den grünen Tee bei maximal 80 Grad aufzugießen und drei bis vier Tassen täglich zu trinken. Ergänzend wirken auch Matcha, weißer Tee sowie polyphenolreiche Lebensmittel wie Beeren, dunkle Trauben und Kurkuma als Schutzschild gegen Glykation.
Wasser und Hydration – Der unterschätzte Glanzfaktor
Neben antioxidativen Wirkstoffen spielt die reine Flüssigkeitszufuhr eine entscheidende Rolle für die Haargesundheit. Wasser ist das Transportmedium, über das Nährstoffe zu den Haarfollikeln gelangen und Abfallprodukte – darunter auch Glykations-Metaboliten – abtransportiert werden. Bei chronischer Dehydration verlangsamen sich diese Prozesse, die Haarfollikel werden unterversorgt, und die Keratinproduktion leidet.
Als Richtwert gelten mindestens 1,5 bis 2 Liter reines Wasser täglich, bei sportlicher Aktivität oder hohen Temperaturen entsprechend mehr. Wasser allein reicht jedoch nicht. Die Kombination mit Mikronährstoffen wie Silizium, Zink und B-Vitaminen verstärkt die Wirkung und unterstützt die Keratinsynthese auf zellulärer Ebene. Ein Glas lauwarmes Wasser mit einem Spritzer Zitrone am Morgen fördert zusätzlich die Entgiftungsprozesse und gibt dem Körper einen ersten Hydrations-Impuls.
Ernährungsplan für glänzendes Haar – Anti-Glykation von innen
Wer den Glykationsprozess gezielt bremsen möchte, setzt auf eine Ernährung mit niedriger glykämischer Last und hohem Antioxidantiengehalt. Vollkornprodukte, Hülsenfrüchte, Nüsse, fetter Fisch und reichlich frisches Gemüse bilden die Basis. Biotin unterstützt die Keratinsynthese, Zink schützt die Haarfollikel, Omega-3-Fettsäuren verbessern die Kopfhautdurchblutung, und Vitamin E wirkt als kraftvolles Antioxidans direkt in den Zellmembranen.
Beispielhafte Tagesplanung
Ein haarfreundlicher Tag könnte so aussehen: morgens Haferflocken mit frischen Beeren und Walnüssen, mittags ein Wildlachsfilet mit Brokkoli und Quinoa, nachmittags eine Handvoll Mandeln mit grünem Tee, abends ein bunter Salat mit Avocado, Linsen und Olivenöl. Nahrungsergänzungsmittel mit Biotin, Zink oder einem Haarvitamin-Komplex können sinnvoll sein, wenn über die Ernährung allein keine ausreichende Versorgung gewährleistet ist. Bei anhaltendem Glanzverlust oder verstärktem Haarausfall empfiehlt sich ein Besuch beim Dermatologen, um hormonelle oder andere medizinische Ursachen auszuschließen.
Pflege von außen – Produkte und Routinen gegen Glykationsschäden
Die innere Strategie entfaltet ihre volle Wirkung erst im Zusammenspiel mit der richtigen äußeren Pflege. Haarpflegeprodukte mit Keratin-Hydrolysaten helfen, geschädigte Strukturen im Haarschaft aufzufüllen. Panthenol spendet Feuchtigkeit und glättet die Schuppenschicht, während pflanzliche Antioxidantien aus grünem Tee, Traubenkernextrakt oder Arganöl die Haaroberfläche vor weiteren oxidativen Schäden schützen.
Für bereits glykationsgeschädigtes Haar empfiehlt sich eine sanfte Reinigung mit sulfatfreien Shampoos, eine wöchentliche Tiefenpflege mit einer proteinreichen Haarmaske und der konsequente Verzicht auf übermäßiges Hitze-Styling. Jeder zusätzliche Stressfaktor potenziert die Glykationsschäden – deshalb ist es wichtig, die Belastung insgesamt zu reduzieren, statt einzelne Maßnahmen isoliert einzusetzen.
Häufige Fehler und Mythen rund um Zucker und Haare
In der Diskussion um Zucker und Haargesundheit halten sich einige hartnäckige Irrtümer. Einer der verbreitetsten: Fruchtzucker sei harmlos. Tatsächlich zeigt Fruktose ein sogar höheres Glykationspotenzial als Glukose und ist in hohen Mengen keineswegs unbedenklich. Ebenso falsch ist die Annahme, eine komplett zuckerfreie Ernährung sei die Lösung. Radikaler Verzicht führt häufig zu Heißhunger-Rückfällen und ist langfristig kaum durchzuhalten. Nachhaltiger wirkt eine bewusste Reduktion, bei der raffinierter Zucker schrittweise durch natürliche Alternativen und komplexe Kohlenhydrate ersetzt wird.
Ein weiterer häufiger Fehler: Viele Menschen stellen ihre Ernährung um und erwarten innerhalb weniger Tage sichtbare Ergebnisse am Haar. Da das Haar nur etwa einen Zentimeter pro Monat wächst, dauert es mindestens drei bis sechs Monate, bis eine veränderte Ernährung am nachwachsenden Haar sichtbar wird. Geduld und Konsequenz sind hier der Schlüssel.
Fazit – Weniger Zucker, mehr Glanz: So holen Sie sich gesundes Haar zurück
Schönes, glänzendes Haar beginnt nicht im Badezimmer – es beginnt in der Küche. Wer versteht, wie Glykation das Haarkeratin angreift, kann gezielt gegensteuern: durch eine bewusste Zuckerreduktion, reichlich Wasser, antioxidantienreiche Lebensmittel und die regelmäßige Tasse grünen Tee. In Kombination mit einer abgestimmten äußeren Pflege lässt sich der natürliche Glanz Schritt für Schritt zurückgewinnen. Die gute Nachricht: Jeder Tag mit weniger Zucker ist ein guter Tag für Ihre Haare. Weitere Tipps zu Ernährung und Haarpflege finden Sie in unseren aktuellen Beiträgen hier im Corporel Kosmetik Magazin.
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Häufige Leserfragen zum Thema Zucker und Haargesundheit
Wie schnell wirkt sich Zucker auf die Haarqualität aus?
Die Glykation ist ein schleichender Prozess, der sich nicht über Nacht bemerkbar macht. AGEs lagern sich über Wochen und Monate im Haarkeratin ab, sodass die Schäden erst mit zeitlicher Verzögerung sichtbar werden. Wer regelmäßig große Mengen Zucker konsumiert, bemerkt in der Regel nach einigen Monaten eine zunehmende Stumpfheit und Brüchigkeit. Umgekehrt braucht auch eine Ernährungsumstellung mindestens drei bis sechs Monate, bis sich Verbesserungen am nachwachsenden Haar zeigen. Der Tipp: Dokumentieren Sie Ihren Ausgangszustand mit einem Foto und vergleichen Sie nach drei Monaten bewusster Zuckerreduktion – die Unterschiede sind oft erstaunlich deutlich.
Ist dunkle Schokolade besser für die Haare als Vollmilchschokolade?
Ja, dunkle Schokolade mit einem Kakaoanteil von mindestens 70 Prozent ist tatsächlich die bessere Wahl. Sie enthält deutlich weniger Zucker als Vollmilchschokolade und liefert gleichzeitig wertvolle Polyphenole aus dem Kakao, die antioxidativ wirken und die Glykation bremsen können. Vollmilchschokolade hingegen kombiniert einen hohen Zuckergehalt mit Milchpulver und bietet kaum schützende Inhaltsstoffe. Der Tipp: Wenn Sie nicht auf Schokolade verzichten möchten, greifen Sie zu hochwertiger Bitterschokolade und genießen Sie bewusst ein bis zwei Stücke – so befriedigen Sie den Appetit, ohne Ihr Haarkeratin zu belasten.
Kann Glykation am Haar rückgängig gemacht werden?
Bereits durch AGEs geschädigtes Keratin im bestehenden Haarschaft lässt sich leider nicht reparieren, da Haar totes Gewebe ist. Was bereits gewachsen ist, trägt die Glykationsschäden dauerhaft. Die gute Nachricht: Das nachwachsende Haar profitiert direkt von einer verbesserten Ernährung und einer reduzierten Zuckeraufnahme. Durch gezielte Pflege mit Keratin-Hydrolysaten und Feuchtigkeitsprodukten lässt sich das Erscheinungsbild des geschädigten Haares optisch verbessern. Der Tipp: Kürzen Sie stark geschädigte Spitzen regelmäßig, damit das gesunde nachwachsende Haar besser zur Geltung kommt.
Wie viel grüner Tee pro Tag ist optimal für die Haargesundheit?
Studien legen nahe, dass drei bis vier Tassen grüner Tee täglich eine wirksame Menge an EGCG liefern, um die Bildung von AGEs messbar zu hemmen. Wichtig ist dabei die Zubereitung: Verwenden Sie Wasser mit einer Temperatur von 70 bis 80 Grad und lassen Sie den Tee zwei bis drei Minuten ziehen, damit die Polyphenole optimal gelöst werden, ohne dass zu viele Bitterstoffe entstehen. Kochendes Wasser zerstört einen Teil der empfindlichen Catechine. Der Tipp: Trinken Sie den grünen Tee über den Tag verteilt und nicht auf nüchternen Magen, da die Gerbstoffe die Eisenaufnahme hemmen können – und Eisen ist ebenfalls ein wichtiger Nährstoff für kräftiges Haar.
Schadet Fruchtzucker aus Obst den Haaren genauso wie Industriezucker?
Fruktose besitzt sogar ein höheres Glykationspotenzial als Glukose, allerdings spielt die Gesamtmenge und die Verpackung eine entscheidende Rolle. Fruchtzucker aus ganzen Früchten wird durch die enthaltenen Ballaststoffe, Vitamine und sekundären Pflanzenstoffe wesentlich langsamer aufgenommen und verursacht keinen starken Blutzuckeranstieg. Problematisch wird es bei konzentrierten Fruktose-Quellen wie Fruchtsäften, Trockenfrüchten in großen Mengen oder Produkten mit zugesetztem Fruktosesirup. Der Tipp: Essen Sie Obst immer als ganzes Stück statt als Saft. Zwei bis drei Portionen frisches Obst pro Tag sind unbedenklich und liefern wertvolle Antioxidantien, die der Glykation sogar entgegenwirken.
Welche Vitamine und Nährstoffe schützen das Haarkeratin am besten vor Glykation?
An erster Stelle stehen Antioxidantien wie Vitamin E und Vitamin C, die freie Radikale abfangen und die Keratinstrukturen vor oxidativem Stress schützen. Biotin unterstützt die Keratinsynthese direkt und sorgt für eine stabile Haarstruktur. Zink spielt eine zentrale Rolle beim Zellwachstum in den Haarfollikeln, und Omega-3-Fettsäuren verbessern die Durchblutung der Kopfhaut. Ergänzend wirkt Silizium stabilisierend auf die Haarstruktur. Der Tipp: Statt einzelne Nährstoffe hochdosiert einzunehmen, setzen Sie auf eine abwechslungsreiche Ernährung mit Nüssen, fettem Fisch, Hülsenfrüchten und buntem Gemüse – so decken Sie das gesamte Schutzspektrum auf natürliche Weise ab.
Kann zu viel Wasser trinken den Haaren schaden?
Eine übermäßige Wasseraufnahme, die sogenannte Hyperhydratation, kann tatsächlich den Elektrolythaushalt stören und im Extremfall wichtige Mineralstoffe ausschwemmen, die für die Haargesundheit relevant sind. Dieses Risiko besteht allerdings erst bei deutlich mehr als drei bis vier Litern täglich über einen längeren Zeitraum. Für die meisten Menschen liegt der optimale Bereich bei 1,5 bis 2,5 Litern reinem Wasser pro Tag, ergänzt durch wasserreiche Lebensmittel wie Gurke, Wassermelone oder Sellerie. Der Tipp: Trinken Sie gleichmäßig über den Tag verteilt und orientieren Sie sich an der Farbe Ihres Urins – ein helles Strohgelb zeigt eine gute Hydration an.
Gibt es Haarpflegeprodukte, die gezielt gegen Glykationsschäden wirken?
Der Markt für Anti-Glykations-Haarpflege wächst, allerdings steckt dieser Bereich noch in den Anfängen. Produkte mit Keratin-Hydrolysaten können geschädigte Stellen im Haarschaft auffüllen und die Oberfläche glätten. Inhaltsstoffe wie Panthenol spenden tiefenwirksam Feuchtigkeit, während pflanzliche Extrakte aus grünem Tee, Traubenkern oder Arganöl antioxidativen Schutz bieten. Carnosin, eine Aminosäure-Verbindung, gilt in der Forschung als vielversprechender Anti-Glykations-Wirkstoff und findet sich zunehmend in Spezialprodukten. Der Tipp: Achten Sie bei der Produktwahl auf sulfatfreie Formulierungen und vermeiden Sie Silikone, die das Haar zwar kurzfristig glätten, aber langfristig die Aufnahme pflegender Wirkstoffe blockieren können.
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