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Pony selbst schneiden? Warum Profis bei diesem einen Anfängerfehler zusammenzucken – und wie du ihn ab sofort vermeidest

Pony selbst schneiden? Warum Profis bei diesem einen Anfängerfehler zusammenzucken – und wie du ihn ab sofort vermeidest

Pony selbst schneiden? Bitte lies das zuerst!

Es klingt so einfach. Ein kurzes Tutorial, eine Schere aus der Küchenschublade, fünf Minuten im Badezimmer – und schon soll der Pony wieder perfekt sitzen. Die Realität sieht meistens anders aus. Was auf dem Bildschirm nach wenigen, mühelosen Schnitten aussieht, endet vor dem eigenen Spiegel nicht selten mit schiefen Fransen, einer viel zu kurzen Stirnpartie oder dem verzweifelten Versuch, die eine Seite irgendwie an die andere anzugleichen. Der Unterschied zwischen einem gelungenen DIY-Schnitt und einem kleinen Haar-Desaster liegt dabei selten am fehlenden Talent. Er liegt am fehlenden Wissen über Haarverhalten, Schnitttechnik und die richtige Vorbereitung.

Genau hier setzt dieser Ratgeber an. Er richtet sich an alle, die ihren Pony zwischen zwei Friseurbesuchen selbst in Form bringen möchten – und dabei die typischen Anfängerfehler umgehen wollen. Wer die folgenden Grundregeln versteht, wird feststellen, dass ein sauberer Pony-Nachschnitt zu Hause durchaus machbar ist. Vorausgesetzt, man weiß, worauf es wirklich ankommt.

Was ist ein Pony – und warum verhält er sich so anders als der Rest des Haares?

Der Pony ist weit mehr als eine simple Haarpartie, die in die Stirn fällt. Er rahmt das Gesicht ein, verändert Proportionen und lenkt den Blick. Genau deshalb fallen selbst minimale Unregelmäßigkeiten sofort auf – während ein halber Zentimeter Unterschied am Hinterkopf niemandem auffallen würde.

Die Besonderheiten der Stirnpartie

Die Haare an der Stirn wachsen anders als am restlichen Kopf. Viele Menschen haben in diesem Bereich mindestens einen Wirbel, der die natürliche Fallrichtung beeinflusst. Manche Partien wachsen leicht nach links, andere nach rechts, wieder andere stehen regelrecht ab. Hinzu kommt, dass die Haardichte an der Stirnlinie variiert und die Haarstruktur hier oft feiner ausfällt als am Oberkopf. All das hat direkten Einfluss darauf, wie der Pony nach dem Schnitt fällt – und erklärt, warum ein symmetrischer Schnitt nicht automatisch ein symmetrisches Ergebnis liefert.

Ponyformen im Überblick

Bevor die Schere ansetzt, sollte klar sein, welche Form das Ziel ist. Ein gerader Pony verläuft auf einer Linie quer über die Stirn und verzeiht am wenigsten Ungenauigkeit. Der seitliche Pony fällt diagonal über die Stirn und ist dankbarer im Selbstschnitt, weil kleine Abweichungen weniger auffallen. Curtain Bangs teilen sich mittig und werden zu den Seiten hin länger – sie gelten als die einsteigerfreundlichste Variante. Micro Bangs enden deutlich oberhalb der Augenbrauen und erfordern Präzision, die ohne professionelle Erfahrung kaum zu erreichen ist. Für den Selbstschnitt zu Hause eignen sich seitliche Ponys und Curtain Bangs am besten. Wer einen geraden oder besonders kurzen Pony trägt, sollte zumindest beim Grundschnitt den Friseur einbeziehen.

Profi-Tipps Pony selbst schneiden
Profi-Tipps Pony selbst schneiden

Warum nass schneiden der häufigste Fehler ist – die Sache mit dem Schrumpfeffekt

Der mit Abstand verbreitetste Fehler beim Pony-Selbstschneiden beginnt nicht mit der Schere, sondern mit nassem Haar. Nasses Haar ist schwerer, länger und glatter als trockenes. Es hängt weiter herunter und vermittelt ein trügerisches Bild der tatsächlichen Länge. Sobald die Strähnen trocknen, ziehen sie sich zusammen – bei glattem Haar um etwa einen halben Zentimeter, bei welligem Haar um bis zu zwei Zentimeter, bei lockigem Haar sogar noch deutlich mehr.

Warum Profis den Pony trocken finalisieren

Erfahrene Friseure schneiden den Pony aus genau diesem Grund im trockenen Zustand oder korrigieren zumindest die Länge, nachdem das Haar vollständig getrocknet ist. Nur so lässt sich das tatsächliche Endergebnis während des Schneidens beurteilen. Wer nass schneidet und sich an der gewünschten Länge orientiert, wird nach dem Trocknen fast immer feststellen, dass der Pony kürzer geworden ist als geplant. Diese Regel gilt universell, unabhängig davon, ob man glattes, welliges oder lockiges Haar hat – der Schrumpfeffekt trifft ausnahmslos jede Haarstruktur.

Die richtige Vorbereitung: Was du brauchst, bevor du zur Schere greifst

Ein gelungener Pony-Schnitt beginnt lange vor dem ersten Scherenschlag. Die richtige Ausstattung und ein durchdachtes Setup machen den Unterschied zwischen Kontrolle und Chaos.

Werkzeuge, die zählen

Eine scharfe Haarschneideschere ist unverzichtbar. Haushalts-, Bastel- oder Küchenscheren haben breitere Klingen und einen ungenaueren Schliff, der die Haarspitzen quetscht statt sie sauber zu durchtrennen. Die Folge sind ausgefranste Enden, die sich schneller spalten und den Pony ungepflegt wirken lassen. Ergänzend braucht es einen Stielkamm zum präzisen Abteilen, Haarklammern zum Fixieren der umliegenden Partien und idealerweise einen zweiten Spiegel, der die Seitenansicht ermöglicht. Gutes, gleichmäßiges Licht – am besten Tageslicht – verhindert, dass Schatten die Schnittlinie verfälschen.

Haare vorbereiten

Die Haare sollten frisch gewaschen und vollständig an der Luft oder mit dem Föhn getrocknet sein – ohne Trockenshampoo, Schaumfestiger oder andere Stylingprodukte. Nur so fällt der Pony in seiner natürlichen Form und gibt ein realistisches Bild davon, wie das Ergebnis im Alltag aussehen wird.

Schritt-für-Schritt-Anleitung: Pony selbst schneiden mit der Pointing-Technik

Pointing ist die Technik, die Friseure beim Pony am häufigsten einsetzen. Dabei wird die Schere nicht horizontal quer durch die Haare geführt, sondern vertikal – also senkrecht in die Haarspitzen hinein. So entsteht kein harter, gerader Schnittrand, sondern ein weicher, natürlich wirkender Übergang mit leicht unterschiedlich langen Spitzen.

So gehst du vor

Zunächst wird die Ponypartie sauber abgeteilt. Nur die Haare, die tatsächlich zum Pony gehören, bleiben frei – alles andere wird mit Klammern zur Seite gesteckt. Dann den Pony mit dem Stielkamm nach vorne kämmen und natürlich fallen lassen, ohne ihn zwischen den Fingern nach unten zu ziehen. Nun die Schere senkrecht ansetzen und in kleinen Schnitten nur wenige Millimeter in die Spitzen hineinschneiden. Dabei Strähne für Strähne vorgehen, nicht die gesamte Ponybreite auf einmal erfassen. Nach jeder Strähne das Haar kurz schütteln, um das Ergebnis im natürlichen Fall zu prüfen. Lieber mehrmals in kleinen Schritten nacharbeiten, als auf einmal zu viel abzunehmen.

Die fünf häufigsten Fehler beim Pony-Selbstschneiden – und wie du sie vermeidest

Der erste Fehler: Zu viel auf einmal abschneiden. Wer mit einem großen Schnitt starten will, verliert die Kontrolle über die Länge. Die Lösung ist denkbar einfach – immer deutlich unterhalb der Wunschlänge beginnen und sich millimeterweise herantasten.

Der zweite Fehler: Die Haare beim Schneiden nach unten ziehen. Sobald Spannung auf die Strähnen kommt, verändert sich ihre Länge. Lässt man los, springen sie zurück – und der Pony ist plötzlich kürzer als beabsichtigt. Besser ist es, die Haare frei fallen zu lassen und im natürlichen Zustand zu schneiden.

Der dritte Fehler: Eine stumpfe oder ungeeignete Schere verwenden. Wie bereits beschrieben, quetscht eine ungeeignete Klinge die Haarfaser und erzeugt unsaubere Kanten. Investition in eine einfache Haarschneideschere lohnt sich bereits ab dem ersten Selbstschnitt.

Der vierte Fehler: Zu breite Partien auf einmal erfassen. Wer den gesamten Pony als einen Block schneidet, kann die Symmetrie kaum kontrollieren. Stattdessen schmale Strähnen einzeln bearbeiten und regelmäßig vergleichen.

Der fünfte Fehler: Schlechtes Licht oder kein zweiter Spiegel. Ohne seitliche Kontrolle bleiben Unebenheiten unentdeckt, bis es zu spät ist. Ein Handspiegel oder ein aufklappbarer Schminkspiegel im richtigen Winkel schafft Abhilfe.

Pony-Pflege nach dem Schnitt: So bleibt die Form länger erhalten

Ein frisch geschnittener Pony sieht in den ersten Tagen meist perfekt aus – die Herausforderung ist, diesen Zustand zu verlängern. Beim Föhnen hilft eine kleine Rundbürste, mit der die Fransen leicht nach innen gerollt und dabei von oben angeföhnt werden. Das erzeugt Volumen und eine saubere Fallrichtung. Im Alltag genügt oft schon ein kurzes Anföhnen morgens, um den Pony wieder in Position zu bringen.

Nachgeschnitten werden sollte alle drei bis vier Wochen, da der Pony durch seine Kürze schneller aus der Form wächst als längeres Haar. Für die Pflege zwischendurch eignen sich leichte Textursprays oder minimal dosiertes Trockenshampoo, das überschüssigen Talg aufnimmt, ohne die Fransen zu beschweren. Schwere Öle, reichhaltige Leave-in-Produkte oder stark fixierender Haarspray sind für den Pony weniger geeignet, da sie das feine Stirnhaar schnell platt und strähnig wirken lassen.

Wann du doch zum Profi gehen solltest

Selbstschneiden hat Grenzen, und es spricht für Souveränität, diese zu kennen. Wer zum ersten Mal einen Pony tragen möchte, sollte den Grundschnitt dem Friseur überlassen, denn das initiale Abteilen, die Formgebung und die Abstimmung auf die Gesichtsform erfordern Erfahrung und eine Perspektive, die der eigene Badezimmerspiegel nicht bieten kann. Gleiches gilt bei stark welligem oder lockigem Haar, bei deutlich asymmetrischer Wuchsrichtung oder wenn der bestehende Pony bereits so schief ist, dass ein einfaches Nachschneiden die Sache nicht retten wird.

Ein Pony-Nachschnitt beim Friseur liegt preislich meist zwischen fünf und fünfzehn Euro und dauert selten länger als zehn Minuten. Gemessen am Risiko einer missglückten Selbstkorrektur ist das eine überschaubare Investition, die sich in vielen Fällen lohnt.

Fazit

Pony selbst schneiden ist kein Hexenwerk – vorausgesetzt, drei Grundregeln werden beherzigt. Erstens: Immer im trockenen Zustand schneiden, um den Schrumpfeffekt zu umgehen. Zweitens: Die Pointing-Technik nutzen, statt horizontal gerade durchzuschneiden. Drittens: Weniger ist mehr – lieber mehrmals in kleinen Schritten nacharbeiten als einmal zu viel abschneiden. Wer diese Prinzipien verinnerlicht, die richtigen Werkzeuge bereithält und die eigene Haarstruktur ehrlich einschätzt, kann seinen Pony zwischen den Friseurbesuchen selbstbewusst in Form halten. Und wer merkt, dass es diesmal doch nicht klappt, legt die Schere beiseite und holt sich professionelle Unterstützung – ohne schlechtes Gewissen, dafür mit intakten Fransen.

Folgende Produkte könnten interessant für dich sein:

Haarschneideschere für den präzisen Pony-Schnitt

Eine scharfe Haarschneideschere ist das wichtigste Werkzeug beim Pony-Selbstschneiden. Im Gegensatz zur Haushaltsschere durchtrennt sie die Haarfaser sauber, ohne die Spitzen zu quetschen oder Spliss zu verursachen. Achte auf eine Klingenlänge von etwa fünf bis sechs Zentimetern – das gibt ausreichend Kontrolle für kleine, präzise Schnitte in der Stirnpartie. Tipp: Die Schere nach jedem Gebrauch trocken abwischen und niemals für Papier oder andere Materialien verwenden, damit die Klinge dauerhaft scharf bleibt.

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Effilierschere zum sanften Ausdünnen

Wer einen besonders dicken Pony trägt, kann mit einer Effilierschere nach dem eigentlichen Schnitt vorsichtig Volumen herausnehmen. Die gezahnten Klingen erfassen nur einen Teil der Strähne und erzeugen weiche Übergänge ohne harte Kanten. Tipp: Die Effilierschere nur in die äußersten Spitzen einsetzen und bei feinem Haar komplett darauf verzichten, damit die Ponypartie nicht zu dünn und löchrig wirkt.

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Stielkamm zum sauberen Abteilen

Ein Stielkamm mit feiner Zinkenreihe und spitzem Stiel ist unverzichtbar, um die Ponypartie exakt vom restlichen Haar abzutrennen. Das präzise Abteilen entscheidet darüber, wie gleichmäßig der Schnitt am Ende ausfällt und wie breit der Pony wird. Tipp: Mit der Spitze des Stielkamms eine klare Dreiecksform von der Stirnmitte zu den Seitenpartien ziehen – so erhält der Pony eine definierte Kontur und das umliegende Haar wird nicht versehentlich mitgeschnitten.

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Haarklammern zum Fixieren der Seitenpartien

Professionelle Haarklammern halten die Strähnen sicher zur Seite, die nicht zum Pony gehören. Das verhindert, dass beim Schneiden versehentlich Haare aus der Seitenpartie erfasst werden und der Pony breiter wird als gewünscht. Tipp: Flache Combi-Klammern oder Abteilklammern greifen besser als herkömmliche Haarspangen und hinterlassen keine Abdrücke im trockenen Haar.

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Kosmetikspiegel mit Vergrößerung für die Detailkontrolle

Ein Vergrößerungsspiegel macht beim Pony-Schneiden den entscheidenden Unterschied, weil er jede Unebenheit sichtbar macht, die im normalen Wandspiegel verborgen bleibt. Idealerweise steht er als Ergänzung zum Badezimmerspiegel, um die Stirnpartie aus nächster Nähe kontrollieren zu können. Tipp: Ein Spiegel mit fünf- bis siebenfacher Vergrößerung reicht völlig aus – stärkere Vergrößerungen verzerren die Proportionen und führen eher zu Verunsicherung als zu Präzision.

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Texturspray für natürlichen Pony-Halt

Ein leichtes Texturspray gibt dem frisch geschnittenen Pony Griffigkeit und lockeren Halt, ohne die feinen Stirnhaare zu beschweren oder zu verkleben. Es eignet sich perfekt für den täglichen Einsatz und sorgt dafür, dass der Pony den ganzen Tag in Form bleibt, auch bei Luftfeuchtigkeit. Tipp: Das Spray aus mindestens zwanzig Zentimetern Entfernung in die Spitzen sprühen und mit den Fingern kurz durcharbeiten – weniger ist hier deutlich mehr.

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Trockenshampoo für frischen Pony zwischen den Haarwäschen

Der Pony liegt direkt an der Stirn und wird dadurch schneller fettig als der Rest des Haares. Ein gutes Trockenshampoo absorbiert überschüssigen Talg, frischt den Pony auf und schenkt ihm wieder Volumen und Leichtigkeit, ohne die Haare komplett waschen zu müssen. Tipp: Abends eine kleine Menge Trockenshampoo in den Pony geben und über Nacht einwirken lassen – morgens dann einfach ausbürsten, und der Pony wirkt frisch und griffig, ganz ohne Föhn.

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Rundbürste für die perfekte Pony-Föhntechnik

Eine kleine Rundbürste mit einem Durchmesser von etwa zwei bis drei Zentimetern ist das ideale Styling-Werkzeug für den Pony. Sie rollt die Fransen beim Föhnen leicht nach innen, erzeugt natürliches Volumen und sorgt für einen sauberen, schwungvollen Fall. Tipp: Den Pony von oben anföhnen, während die Rundbürste die Strähnen nach innen dreht – die warme Luft fixiert die Form, und ein kurzer Stoß kalte Luft zum Abschluss sorgt dafür, dass der Schwung länger hält.

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Häufige Leserfragen zum Thema Pony selbst schneiden

Kann ich meinen Pony auch mit einer normalen Schere schneiden?

Technisch gesehen ist es möglich, aber das Ergebnis wird deutlich schlechter ausfallen. Haushaltsscheren haben einen breiteren Schliff und quetschen die Haarfaser beim Schneiden, anstatt sie sauber zu durchtrennen. Die Folge sind ausgefranste, splissanfällige Spitzen, die den Pony schon nach wenigen Tagen ungepflegt wirken lassen. Eine einfache Haarschneideschere ist bereits ab zehn bis fünfzehn Euro erhältlich und macht einen spürbaren Unterschied. Tipp: Die Schere ausschließlich für Haare verwenden – jeder andere Einsatz macht die Klinge stumpf.

Wie oft sollte ich meinen Pony nachschneiden?

Der Pony wächst je nach Haarwachstum etwa einen Zentimeter pro Monat und verliert dadurch schneller seine Form als längeres Haar. Ein Nachschnitt alle drei bis vier Wochen reicht in den meisten Fällen aus, um die gewünschte Länge und den sauberen Fall zu erhalten. Wer Curtain Bangs trägt, kann oft auch fünf bis sechs Wochen warten, da die längere, weichere Form etwas mehr Spielraum bietet. Tipp: Lieber regelmäßig wenige Millimeter kürzen, als alle zwei Monate einen größeren Schnitt vornehmen – so bleibt die Form konstant und das Risiko sinkt.

Mein Pony wird immer schief – woran liegt das?

In den meisten Fällen liegt es daran, dass beim Schneiden unbewusst Spannung auf die Strähnen ausgeübt wird. Wer die Haare zwischen den Fingern nach unten zieht, verlagert die natürliche Falllinie und schneidet an einer Position, die nach dem Loslassen nicht mehr stimmt. Ein zweiter häufiger Grund sind Haarwirbel im Stirnbereich, die einzelne Strähnen in eine andere Richtung drücken. Tipp: Den Pony beim Schneiden immer frei fallen lassen und zwischen jedem Schnitt kurz schütteln, um die natürliche Position zu prüfen. Bei einem starken Wirbel hilft es, die betroffene Seite minimal länger zu lassen.

Ist die Pointing-Technik auch für einen geraden Pony geeignet?

Ja, Pointing eignet sich auch für einen geraden Pony und wird sogar ausdrücklich empfohlen. Selbst bei einer geraden Schnittlinie sorgt das vertikale Einschneiden in die Spitzen dafür, dass die Kante weicher und natürlicher wirkt, anstatt wie mit dem Lineal gezogen auszusehen. Der Unterschied: Beim geraden Pony wird zuerst die Grundlänge horizontal auf einer Linie festgelegt und anschließend mit Pointing nachgearbeitet, um die Kante aufzulockern. Tipp: Für die horizontale Grundlinie nur wenige Millimeter oberhalb der Wunschlänge schneiden – das Pointing nimmt nochmals etwas Länge weg.

Was mache ich, wenn ich meinen Pony zu kurz geschnitten habe?

Ehrlich gesagt bleibt in diesem Fall nur Geduld. Haare wachsen durchschnittlich einen Zentimeter pro Monat, und ein zu kurz geratener Pony lässt sich nicht rückgängig machen. Bis die Länge wieder passt, helfen Styling-Tricks: Den zu kurzen Pony mit einer kleinen Menge Texturpaste leicht zur Seite stylen oder mit Haarklammern und einem Seitenscheitel überbrücken. Auch ein lockerer, seitlich getragener Look mit Haarband kann die Übergangszeit kaschieren. Tipp: Genau diese Situation ist der Grund, warum die wichtigste Regel beim Selbstschneiden lautet, immer deutlich unterhalb der Wunschlänge zu beginnen und sich millimeterweise heranzuarbeiten.

Soll ich meinen Pony vor dem Schneiden glätten oder locken?

Weder noch. Der Pony sollte vor dem Schneiden in seinem natürlichen Zustand sein – frisch gewaschen, an der Luft oder mit dem Föhn getrocknet, ohne Glätteisen, Lockenstab oder Stylingprodukte. Nur so zeigt sich die tatsächliche Textur und Falllinie, die im Alltag sichtbar sein wird. Wer den Pony im geglätteten Zustand schneidet, erlebt beim nächsten Waschen eine unangenehme Überraschung, weil die natürliche Welle oder Krause das Haar deutlich kürzer erscheinen lässt. Tipp: Auch Föhnen über die Rundbürste verändert den natürlichen Fall – deshalb erst schneiden, dann stylen.

Welche Ponyform ist am einfachsten selbst zu schneiden?

Curtain Bangs sind die dankbarste Form für den Selbstschnitt. Sie werden mittig gescheitelt und fallen zu beiden Seiten des Gesichts hin länger, wodurch kleine Ungleichmäßigkeiten im weichen Längenverlauf praktisch unsichtbar bleiben. Auch ein seitlicher Pony verzeiht mehr als ein gerader Pony, weil die diagonale Linie weniger Präzision erfordert. Am anspruchsvollsten sind gerade Ponys und Micro Bangs, bei denen jeder halbe Millimeter Abweichung sofort ins Auge fällt. Tipp: Wer zum ersten Mal selbst schneidet, startet am besten mit Curtain Bangs oder einem seitlich getragenen Pony und arbeitet sich mit wachsender Sicherheit an anspruchsvollere Formen heran.

Kann ich eine Effilierschere statt einer normalen Haarschneideschere verwenden?

Eine Effilierschere kann ergänzend eingesetzt werden, sollte aber niemals das einzige Werkzeug sein. Sie ist dafür gedacht, Volumen aus dickem Haar herauszunehmen und Übergänge weicher zu gestalten, eignet sich jedoch nicht zum Festlegen der Grundlänge. Bei feinem oder dünnem Haar ist besondere Vorsicht geboten, denn die Effilierschere kann die ohnehin schmale Ponypartie schnell zu stark ausdünnen und das Ergebnis fransig und löchrig wirken lassen. Tipp: Die Effilierschere nur im letzten Schritt und ausschließlich in die äußersten Spitzen einsetzen, um den Abschluss etwas aufzulockern – und bei feinem Haar lieber ganz darauf verzichten.

Letzte Aktualisierung am 2026-05-17 / Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API

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Jan Oliver Fricke
Jan Oliver Fricke
Als Herausgeber und Autor von Corporel Kosmetik Magazin ist es mir eine Freude über das Thema Kosmetik zu schreiben, neue Trends zu entdecken, oder bei Problemen zu helfen.

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