Feine Haare ab 40? Dieser unsichtbare Schnitt-Trick verdoppelt dein Volumen – ohne Länge zu verlieren
Wer feines Haar hat, kennt das Dilemma: Klassische Stufen versprechen Volumen, liefern aber oft das Gegenteil. Die Spitzen werden dünner, die Fülle verschwindet, und am Ende wirkt das Haar strohiger als zuvor. Besonders ab 40, wenn sich die Haarstruktur ohnehin verändert, kann ein falsch gewählter Schnitt mehr Schaden anrichten als Gutes tun. Doch es gibt eine Technik, die genau dieses Problem löst – und die kaum jemand kennt: Ghost Layers.
Diese unsichtbaren Stufen arbeiten im Verborgenen. Sie werden ausschließlich im Inneren des Haares gesetzt, am Oberkopf, dort wo das Volumen entsteht. Nach außen hin bleibt die Kontur intakt, die Länge erhalten, die Spitzen voll. Das Ergebnis ist Bewegung und Fülle, ohne dass man den Schnitt als solchen erkennt. Friseure setzen diese Technik längst bei Kundinnen ein, die sich mehr Schwung wünschen, aber auf keinen Fall Haarlänge opfern möchten.
Für Frauen ab 40 sind Ghost Layers besonders interessant, weil sie mit der natürlichen Veränderung der Haarstruktur arbeiten statt dagegen. Der Schnitt braucht keine Extreme, keine radikalen Veränderungen – nur präzises Handwerk an den richtigen Stellen. In diesem Beitrag erfährst du, wie die Technik funktioniert, für wen sie geeignet ist und was du beim Friseur sagen solltest, um genau diesen Schnitt zu bekommen.
Mehr als nur ein Trend
Ghost Layers sind keine kurzlebige Modeerscheinung, sondern eine handwerkliche Antwort auf ein echtes Problem. Viele Frauen haben jahrelang mit Stufenschnitten experimentiert und dabei die Erfahrung gemacht, dass mehr Stufen nicht automatisch mehr Volumen bedeuten. Die unsichtbaren Layers setzen genau dort an, wo klassische Techniken scheitern – und das macht sie so wirkungsvoll.

Was sind Ghost Layers?
Ghost Layers sind Stufen, die man nicht sieht – zumindest nicht von außen. Der Begriff beschreibt eine Schnittechnik, bei der die Stufen ausschließlich im inneren Bereich des Haares gesetzt werden, also in den Partien, die von den oberen Deckhaaren verborgen sind. Die äußere Kontur des Haares bleibt dabei komplett unberührt. Man trägt also keine Länge ab, verliert keine Fülle in den Spitzen und behält die gewohnte Silhouette.
Der entscheidende Unterschied zu klassischen Stufen liegt in der Positionierung. Bei einem herkömmlichen Stufenschnitt werden die Haare über den gesamten Kopf hinweg auf unterschiedliche Längen geschnitten. Das erzeugt zwar Bewegung, führt aber bei feinem Haar oft dazu, dass die Spitzen ausdünnen und das Haar insgesamt weniger voll wirkt. Ghost Layers umgehen dieses Problem, indem sie nur dort schneiden, wo es wirklich nötig ist: am Ansatz und im oberen Hinterkopfbereich.
Unsichtbare Stützkraft
Das Prinzip dahinter ist simpel, aber wirkungsvoll. Die kürzeren inneren Stufen heben das Deckhaar leicht an und erzeugen so eine Art unsichtbares Gerüst. Die Haare liegen nicht mehr flach am Kopf an, sondern bekommen natürlichen Stand. Dieser Effekt ist besonders am Oberkopf sichtbar – genau dort, wo feines Haar oft am schnellsten zusammenfällt.
Weil die Stufen unter dem Deckhaar verborgen bleiben, sieht man sie weder im trockenen noch im nassen Zustand. Das Haar wirkt einfach voller, ohne dass ein offensichtlicher Schnitt erkennbar wäre. Deshalb auch der Name: Die Stufen arbeiten wie Geister – unsichtbar, aber spürbar.

Warum werden Haare ab 40 dünner?
Die Veränderung der Haarstruktur ab 40 ist kein Mythos, sondern ein natürlicher Prozess, der verschiedene Ursachen hat. Hormonelle Verschiebungen spielen dabei die größte Rolle. Mit sinkendem Östrogenspiegel verändert sich das Verhältnis zu den Androgenen im Körper, was direkten Einfluss auf die Haarfollikel hat. Die Wachstumsphase der einzelnen Haare verkürzt sich, während die Ruhephase länger wird. Das Ergebnis: Weniger Haare befinden sich gleichzeitig im aktiven Wachstum, das Haar wirkt insgesamt dünner.
Hinzu kommt, dass sich die Struktur der einzelnen Haare verändert. Der Durchmesser nimmt ab, die Schuppenschicht wird poröser, und die natürliche Talgproduktion lässt nach. All das führt dazu, dass das Haar weniger Griffigkeit hat, schneller fettet am Ansatz und gleichzeitig trocken in den Längen wirkt. Ein klassisches Paradox, das viele Frauen ab 40 kennen.
Kein Grund zur Panik
Diese Veränderungen sind völlig normal und betreffen die meisten Frauen in unterschiedlicher Ausprägung. Wichtig ist, den richtigen Umgang damit zu finden – und dazu gehört auch der passende Haarschnitt. Wer mit den natürlichen Gegebenheiten arbeitet statt dagegen, kann das Beste aus seinem Haar herausholen. Ghost Layers sind genau für diese Situation konzipiert: Sie berücksichtigen die veränderte Haarstruktur und schaffen Volumen, ohne das Haar zusätzlich zu strapazieren.
Das Problem mit klassischen Stufen
Stufen galten lange als universelle Lösung für mehr Volumen. Die Logik dahinter klingt einleuchtend: Unterschiedliche Längen erzeugen Bewegung, das Haar fällt lockerer und wirkt dadurch voller. Bei kräftigem, dichtem Haar funktioniert dieses Prinzip auch tatsächlich. Bei feinem Haar hingegen entsteht oft das gegenteilige Ergebnis.
Das Problem beginnt mit dem Ausdünnen. Klassische Stufenschnitte nehmen Material aus den Längen und Spitzen. Bei ohnehin dünnem Haar führt das dazu, dass die Enden fransig werden und weniger Substanz haben. Statt Fülle entsteht der Eindruck von spärlichem, ausgezehrtem Haar. Besonders im unteren Drittel, wo feines Haar ohnehin am wenigsten Volumen hat, macht sich dieser Effekt bemerkbar.
Der Teufel steckt im Detail
Ein weiteres Problem ist die sichtbare Stufung selbst. Bei feinem Haar liegen die einzelnen Stufen oft sehr deutlich übereinander, weil das Deckhaar nicht genug Dichte hat, um die Übergänge zu kaschieren. Das Ergebnis wirkt unruhig und unkontrolliert – das Gegenteil von dem gepflegten, voluminösen Look, den man sich eigentlich wünscht.
Viele Frauen haben nach einem missglückten Stufenschnitt das Gefühl, dass ihr Haar erst wieder gut aussieht, wenn die Stufen herausgewachsen sind. Das kann Monate oder sogar Jahre dauern, je nachdem wie stark gestuft wurde. Ghost Layers vermeiden dieses Risiko von vornherein, weil sie die äußere Kontur komplett unangetastet lassen.
So funktionieren Ghost Layers technisch
Die Technik hinter Ghost Layers erfordert Präzision und ein gutes Verständnis für die Anatomie des Haarschopfes. Der Friseur arbeitet ausschließlich in den inneren Partien, also in den Bereichen, die vom Deckhaar verborgen werden. Typischerweise werden dabei Strähnen aus dem Hinterkopf und dem oberen Seitenbereich abgeteilt und auf unterschiedliche Längen geschnitten.
Die inneren Stufen beginnen meist etwa auf Höhe des Ohrs und reichen bis zum Scheitel. Ihre Länge variiert je nach gewünschtem Effekt, liegt aber in der Regel zwischen fünf und zehn Zentimetern kürzer als das Deckhaar. Entscheidend ist, dass die oberste Schicht – das sichtbare Deckhaar – nicht angetastet wird. Es behält seine volle Länge und bildet die glatte, geschlossene Oberfläche, die den Schnitt nach außen hin unsichtbar macht.
Präzision am Oberkopf
Der Bereich am Oberkopf ist besonders wichtig, weil hier das meiste Volumen entsteht. Die kurzen inneren Stufen heben das Deckhaar leicht an und verhindern, dass es flach am Kopf anliegt. Dieser Effekt verstärkt sich beim Föhnen: Die Luft gelangt unter das Deckhaar und erzeugt natürlichen Stand, ohne dass man viel stylen muss.
Ein erfahrener Friseur setzt die Stufen so, dass sie harmonisch ineinander übergehen. Es entstehen keine harten Kanten oder abrupten Längenunterschiede, sondern weiche Übergänge, die das Haar in Bewegung bringen, ohne es zu zerstückeln. Das Ergebnis ist ein Schnitt, der sowohl offen als auch zusammengebunden gut aussieht – weil die Stufen eben nicht sichtbar sind.
Für wen eignen sich Ghost Layers besonders?
Ghost Layers sind nicht für jeden Haartyp die beste Wahl, aber für bestimmte Ausgangssituationen geradezu ideal. Am meisten profitieren Frauen mit feinem bis normalem Haar, das ab mittlerer Länge beginnt. Kurzes Haar bietet schlicht nicht genug Material, um innere Stufen sinnvoll zu setzen, und sehr dickes Haar braucht diese Technik in der Regel nicht, weil es von Natur aus genug Volumen hat.
Besonders geeignet ist die Technik für Frauen, die ihre Länge behalten möchten, aber unter plattem Ansatz leiden. Auch wer bereits schlechte Erfahrungen mit klassischen Stufen gemacht hat und dem Thema deshalb skeptisch gegenübersteht, findet in Ghost Layers eine risikoarme Alternative. Der Schnitt nimmt keine Länge, hinterlässt keine sichtbaren Stufen und wächst unauffällig heraus, falls er doch nicht gefällt.
Die richtige Ausgangslänge
Ideal sind Haarlängen zwischen Schulter und Brustbein. Bei kürzerem Haar fehlt der Raum für die inneren Stufen, bei sehr langem Haar kann der Effekt weniger ausgeprägt sein, weil das Gewicht der Längen das Volumen wieder nach unten zieht. In solchen Fällen lässt sich die Technik anpassen, etwa durch etwas kürzere innere Stufen oder durch Kombination mit leichten Highlights, die optisch zusätzliche Tiefe erzeugen.
Ghost Layers vs. andere Volumen-Techniken
Die Friseurbranche kennt verschiedene Ansätze, um feinem Haar mehr Fülle zu verleihen. Face Framing etwa konzentriert sich auf die Partien rund ums Gesicht und setzt dort kürzere Strähnen, die den Rahmen weicher wirken lassen. Klassische Layers verteilen die Stufen über den gesamten Kopf, während Curtain Bangs mit einem Pony arbeiten, der seitlich ins Gesicht fällt.
Ghost Layers unterscheiden sich von all diesen Techniken durch ihre Unsichtbarkeit. Während Face Framing und Curtain Bangs bewusst sichtbare Elemente setzen, arbeiten Ghost Layers vollständig im Verborgenen. Sie verändern nicht das Erscheinungsbild des Schnittes, sondern nur sein Verhalten – wie das Haar fällt, wie es sich bewegt, wie viel Stand es am Oberkopf hat.
Kombinationsmöglichkeiten
Das bedeutet nicht, dass sich die Techniken gegenseitig ausschließen. Ghost Layers lassen sich problemlos mit Face Framing kombinieren, wenn man sowohl inneres Volumen als auch eine weichere Gesichtsumrahmung wünscht. Auch ein leichter Pony kann ergänzt werden, solange die inneren Stufen unberührt bleiben. Die Kunst liegt darin, die verschiedenen Elemente so aufeinander abzustimmen, dass ein harmonisches Gesamtbild entsteht.
Pflege und Styling nach dem Schnitt
Ghost Layers entfalten ihre volle Wirkung erst mit der richtigen Pflege und dem passenden Styling. Das beginnt bereits beim Waschen: Leichte, volumengebende Shampoos ohne Silikone beschweren das Haar nicht und lassen die Stufen besser arbeiten. Conditioner sollte nur in den Längen und Spitzen aufgetragen werden, niemals am Ansatz, wo das Volumen entstehen soll.
Beim Föhnen ist die Kopfüber-Methode besonders effektiv. Dabei wird das Haar über Kopf geföhnt, sodass die Luft direkt an den Ansatz gelangt und die inneren Stufen aufrichtet. Anschließend kann mit einer Rundbürste nachgearbeitet werden, um die Form zu definieren. Wichtig ist, nicht zu heiß zu föhnen und einen Hitzeschutz zu verwenden, da feines Haar empfindlicher auf Wärme reagiert.
Produkte, die unterstützen
Volumensprays und -pulver sind hilfreiche Verbündete, sollten aber sparsam eingesetzt werden. Ein leichtes Ansatzspray vor dem Föhnen gibt zusätzlichen Halt, ohne das Haar zu verkleben. Trockenshampoo eignet sich für die Tage zwischen den Haarwäschen, um den Ansatz frisch zu halten und überschüssiges Fett zu absorbieren, das das Volumen sonst wieder platt drücken würde.
Was du beim Friseurbesuch sagen solltest
Die beste Technik nützt nichts, wenn der Friseur nicht versteht, was gemeint ist. Deshalb lohnt es sich, beim Termin konkret zu werden. Der Begriff Ghost Layers ist in der Branche zunehmend bekannt, aber nicht jeder Friseur arbeitet damit. Eine gute Einstiegsfrage wäre: Arbeiten Sie mit unsichtbaren inneren Stufen für mehr Volumen am Oberkopf?
Falls der Begriff nicht geläufig ist, hilft eine Beschreibung: Ich möchte meine Länge behalten und keine sichtbaren Stufen, aber mehr Stand am Ansatz. Können Sie intern stufen, ohne die äußere Kontur zu verändern? Ein erfahrener Friseur wird verstehen, was gemeint ist, und entweder bestätigen, dass er die Technik beherrscht, oder ehrlich zugeben, wenn das nicht der Fall ist.
Die richtigen Fragen stellen
Zusätzlich solltest du fragen, wie lang die inneren Stufen sein werden und ob die Spitzen ausgedünnt werden. Bei Ghost Layers ist Letzteres nicht vorgesehen – wer also hört, dass die Spitzen effiliert werden sollen, sollte nachfragen, ob das wirklich nötig ist. Transparenz vor dem Schnitt verhindert Enttäuschungen danach.
Fazit
Ghost Layers sind die intelligente Antwort auf ein weit verbreitetes Problem: mehr Volumen wollen, aber keine Länge opfern können. Die Technik arbeitet im Verborgenen, hebt das Haar von innen an und lässt die äußere Kontur komplett intakt. Für Frauen ab 40, deren Haar sich hormonbedingt verändert, ist das besonders wertvoll – weil der Schnitt mit der Natur arbeitet statt dagegen.
Der Aufwand ist überschaubar, das Ergebnis überzeugend. Wer einmal erlebt hat, wie das eigene Haar plötzlich Stand und Bewegung hat, ohne dass man stundenlang stylen muss, wird klassische Stufen kaum vermissen. Ghost Layers sind kein radikaler Neuanfang, sondern eine subtile Verbesserung – und genau das macht sie so alltagstauglich.
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Volumen-Shampoo ohne Silikone
Ein leichtes Shampoo ohne beschwerenden Silikone ist die Basis für Ghost Layers, die richtig arbeiten können. Silikonfreie Formeln reinigen das Haar gründlich, ohne einen Film zu hinterlassen, der das Haar am Ansatz platt drückt. Achte auf Inhaltsstoffe wie Weizenproteine oder Bambusextrakt, die dem Haar Griffigkeit verleihen, ohne es zu beschweren.
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Häufige Leserfragen zu Ghost Layers
Kann ich Ghost Layers auch bei sehr kurzem Haar bekommen?
Bei sehr kurzem Haar fehlt schlicht der Raum für die inneren Stufen. Die Technik braucht ausreichend Deckhaar, um die Stufen darunter zu verbergen. Als Faustregel gilt: Ab Kinnlänge aufwärts lassen sich Ghost Layers sinnvoll umsetzen. Bei einem Pixie Cut oder Bob, der über dem Ohr endet, funktioniert die Technik nicht, weil es keine Trennung zwischen innerem und äußerem Haar gibt. In diesem Fall sind andere Volumen-Techniken wie gezielte Texturierung oder ein präziser Ansatzschnitt die bessere Wahl.
Wie oft muss ich zum Nachschneiden?
Ghost Layers wachsen deutlich unauffälliger heraus als klassische Stufen, weil sie von außen nicht sichtbar sind. Während ein herkömmlicher Stufenschnitt oft schon nach sechs bis acht Wochen unförmig wirkt, halten Ghost Layers problemlos drei bis vier Monate. Der genaue Zeitraum hängt davon ab, wie schnell dein Haar wächst und wie ausgeprägt der Volumen-Effekt bleiben soll. Wer den maximalen Stand am Oberkopf möchte, geht etwas früher zum Auffrischen.
Funktionieren Ghost Layers auch bei lockigem oder welligem Haar?
Ja, sogar sehr gut. Bei Locken und Wellen verstecken sich die inneren Stufen noch besser, weil die natürliche Textur die Übergänge zusätzlich kaschiert. Der Volumen-Effekt am Ansatz ist bei welligem Haar oft sogar stärker ausgeprägt, weil die Stufen die Sprungkraft der Locken unterstützen. Wichtig ist nur, dass der Friseur mit der Technik vertraut ist und die Stufen im trockenen Zustand schneidet, da nasses Lockenhaar anders fällt als trockenes.
Kann ich mein Haar trotz Ghost Layers noch glatt föhnen oder glätten?
Absolut. Die inneren Stufen beeinflussen nicht, wie du dein Haar stylst. Beim Glattföhnen oder Glätten fallen die Stufen überhaupt nicht auf, weil sie unter dem Deckhaar verborgen bleiben. Du kannst also zwischen verschiedenen Looks wechseln – voluminös geföhnt, glatt gestylt oder im natürlichen Lufttrocknen-Look – ohne dass der Schnitt dabei stört. Die Vielseitigkeit ist einer der großen Vorteile dieser Technik.
Was kostet ein Ghost Layers Schnitt im Vergleich zum normalen Haarschnitt?
Die meisten Friseursalons berechnen für Ghost Layers keinen oder nur einen geringen Aufpreis gegenüber einem regulären Schnitt. Der zusätzliche Aufwand liegt in der präzisen Abteilung und dem sorgfältigen Arbeiten im inneren Bereich, was etwas mehr Zeit erfordert. Rechne mit etwa zehn bis fünfzehn Minuten länger im Stuhl. Falls ein Salon deutlich höhere Preise verlangt, lohnt sich die Nachfrage, was genau gemacht wird – nicht jeder versteht unter dem Begriff dasselbe.
Mein Friseur kennt den Begriff Ghost Layers nicht – was nun?
Das ist keine Seltenheit, weil der Begriff erst in den letzten Jahren populär geworden ist. Beschreibe einfach, was du möchtest: innere Stufen für mehr Volumen am Oberkopf, ohne die äußere Kontur oder die Länge zu verändern. Ein erfahrener Friseur wird die Technik kennen, auch wenn er sie vielleicht anders nennt – etwa unsichtbare Stufen, interne Graduierung oder Volumen-Layers. Entscheidend ist, dass er versteht, dass die Spitzen und das Deckhaar unangetastet bleiben sollen.
Eignen sich Ghost Layers auch für coloriertes oder strapaziertes Haar?
Ja, sogar besonders gut. Da bei Ghost Layers keine Länge weggenommen wird und die Spitzen nicht ausgedünnt werden, bleibt strapaziertes Haar in seiner vollen Substanz erhalten. Das ist wichtig bei coloriertem Haar, das ohnehin empfindlicher ist. Die Technik fügt dem Haar keinen zusätzlichen Stress zu, sondern arbeitet nur mit dem, was da ist. Wer allerdings stark geschädigte Spitzen hat, sollte diese vor oder nach dem Schnitt separat behandeln lassen.
Wie erkenne ich, ob mein Friseur die Technik wirklich beherrscht?
Ein guter Indikator ist die Beratung vorab. Wenn der Friseur gezielt nachfragt, wo du mehr Volumen möchtest, wie dein Haar normalerweise fällt und ob du die Länge wirklich behalten willst, zeigt das Verständnis für die Technik. Auch die Arbeitsweise verrät viel: Ghost Layers erfordern sorgfältiges Abteilen und Arbeiten in verschiedenen Schichten. Wenn jemand einfach drauflos schneidet, ohne die inneren Partien separat zu behandeln, ist das kein gutes Zeichen. Im Zweifel frag nach Vorher-Nachher-Bildern oder Referenzen.
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