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Fischgrätenzopf in 5 Minuten: Warum diese Sonntagsfrisur Haare schont und trotzdem nach Aufwand aussieht

Fischgrätenzopf in 5 Minuten: Warum diese Sonntagsfrisur Haare schont und trotzdem nach Aufwand aussieht

Lazy Sunday: Der lockere Fischgrätenzopf für den Spaziergang

Manche Frisuren verlangen nach Föhn, Glätteisen und zwanzig Minuten vor dem Spiegel. Der lockere Fischgrätenzopf verlangt nach gar nichts – außer einem ruhigen Moment und zwei freien Händen. Genau das macht ihn zur perfekten Sonntagsfrisur. Während die Woche oft genug mit straffem Pferdeschwanz oder schnellem Dutt überbrückt wird, darf der freie Tag ruhig etwas Besonderes sein – ohne dabei anstrengend zu werden. Der Fischgrätenzopf trifft genau diesen Nerv zwischen Lässigkeit und Eleganz. Er sieht aus, als hätte man sich Mühe gegeben, obwohl er nach ein wenig Übung fast nebenbei entsteht. Und das Beste daran: Er schont das Haar, statt es zu belasten. Kein Hitze, kein Ziehen, kein Stress – sondern ein kleines Sonntagsritual, das sich gut anfühlt und noch besser aussieht.

Fischgrätenzopf in nur fünf Minuten
Fischgrätenzopf in nur fünf Minuten

Was ist ein Fischgrätenzopf – und was unterscheidet ihn vom klassischen Zopf?

Wer zum ersten Mal einen Fischgrätenzopf sieht, vermutet dahinter eine komplizierte Technik. Das feine, fischgrätenartige Muster wirkt kunstvoll und detailreich – dabei ist der Aufbau überraschend schlicht. Anders als beim klassischen Zopf, der mit drei Strängen geflochten wird, arbeitet der Fischgrätenzopf mit nur zwei. Von diesen beiden Hauptsträngen werden abwechselnd dünne Außenpartien abgeteilt und zur jeweils anderen Seite hinübergelegt. Je feiner die einzelnen Strähnen, desto filigraner das Ergebnis.

Im Vergleich zum französischen Zopf, bei dem fortlaufend neues Haar von oben eingearbeitet wird, bleibt die Fischgräte in ihrer einfachsten Form ein reiner Nacken- oder Seitenzopf. Das bedeutet weniger Koordination, weniger Griffwechsel und ein deutlich entspannterer Flechtprozess. Trotzdem entsteht ein Muster, das weitaus aufwendiger wirkt als ein normaler Dreistrangzopf. Genau dieser Kontrast zwischen scheinbarer Komplexität und tatsächlicher Einfachheit macht den Fischgrätenzopf so reizvoll – besonders für alle, die sich am Sonntag keine Arbeit machen wollen, aber auch nicht auf einen schönen Look verzichten möchten.

Warum gerade sonntags? Die Vorteile der sanften Flechttechnik

Der Sonntag ist der Tag, an dem das Haar eine Pause verdient hat. Unter der Woche wird es gebürstet, geföhnt, zusammengebunden und oft genug mit Hitze in Form gebracht. All das hinterlässt Spuren: Spliss, Trockenheit, Bruch an den Stellen, an denen der Haargummi sitzt. Der lockere Fischgrätenzopf setzt hier einen bewussten Gegenpol. Weil er ohne Hitze auskommt und locker getragen wird, entsteht kaum mechanische Spannung auf Haarschaft und Kopfhaut.

Im Gegensatz zum straff gebundenen Pferdeschwanz verteilt sich der Zug beim Flechten gleichmäßiger, und durch das bewusste Lockern nach dem Flechten reduziert sich die Belastung zusätzlich. Gerade Second-Day-Hair – also Haare, die am Vortag gewaschen wurden – eignet sich hervorragend für diese Technik, weil die natürliche Textur für besseren Halt sorgt und frisch gewaschenes, oft zu glattes Haar hier sogar eher hinderlich wäre.

Der Fischgrätenzopf passt damit perfekt zum Slow-Beauty-Gedanken: weniger Produkte, weniger Hitze, mehr Achtsamkeit für das, was dem Haar wirklich guttut. Ein kurzer Moment vor dem Spiegel, bevor es zum Spaziergang nach draußen geht – entspannt, bewusst und ohne Perfektionsdruck.

Schritt-für-Schritt-Anleitung Der lockere Fischgrätenzopf
Schritt-für-Schritt-Anleitung Der lockere Fischgrätenzopf

Schritt-für-Schritt-Anleitung: Der lockere Fischgrätenzopf

Die Technik lässt sich in wenigen Schritten erlernen. Zunächst wird das Haar sanft durchgebürstet und nach hinten oder seitlich über eine Schulter gelegt. Wer möchte, gibt vorab etwas Texturspray oder Trockenshampoo ins Haar, um mehr Griffigkeit zu erzeugen – das erleichtert das Flechten besonders bei glattem oder frisch gewaschenem Haar.

Anschließend wird das gesamte Haar in zwei gleich große Stränge geteilt. Vom äußeren Rand des rechten Strangs wird nun eine dünne Strähne abgetrennt und über den rechten Strang hinweg zum linken Strang hinzugefügt. Dann wiederholt sich der Vorgang spiegelverkehrt: Eine dünne Strähne vom äußeren Rand des linken Strangs wandert über den linken Strang hinweg nach rechts. Dieser Wechsel wird fortlaufend wiederholt, bis das Haar vollständig verflochten ist.

Zum Schluss wird der Zopf mit einem weichen Haargummi fixiert. Jetzt kommt der entscheidende Schritt für den lässigen Sonntags-Look: Mit beiden Händen werden die Flechtpartien vorsichtig auseinandergezogen, sodass der Zopf breiter und lockerer wird. Dabei darf ruhig etwas Unregelmäßigkeit entstehen, denn genau das verleiht dem Fischgrätenzopf seinen entspannten Charakter. Einzelne Strähnen, die sich am Gesicht oder im Nacken lösen, unterstreichen den Look zusätzlich.

Varianten und Styling-Ideen für verschiedene Anlässe

Der lockere Fischgrätenzopf ist wandelbarer, als man zunächst denkt. In seiner klassischen Form sitzt er mittig im Nacken, doch seitlich über eine Schulter gelegt wirkt er sofort weicher und femininer – ideal für den Brunch oder einen entspannten Nachmittag im Café.

Als Half-Up-Variante werden nur die oberen Haarpartien zu einem Fischgrätenzopf verflochten, während der Rest offen bleibt. Das ergibt eine schöne Mischung aus Struktur und Lässigkeit, die auch bei kürzerem Haar funktioniert. Wer es verspielter mag, kombiniert den Zopf mit einem Seidentuch oder Haarband, das als Akzent durch die Flechtung gezogen oder am Ansatz gebunden wird.

Für einen symmetrischen Look lassen sich auch zwei Fischgrätenzöpfe rechts und links flechten. Diese doppelte Variante hat einen sportlich-lässigen Charakter und eignet sich besonders gut für aktive Sonntage im Freien. Je nach Anlass kann derselbe Grundzopf also ganz unterschiedlich wirken – vom Spaziergang im Park bis zum Abendessen bleibt die Basis gleich, nur die Interpretation ändert sich.

Typische Probleme und Lösungen beim Fischgrätenzopf

So unkompliziert die Technik ist, gibt es doch einige Stolperstellen, die den Fischgrätenzopf zur Geduldsprobe machen können. Besonders glattes Haar rutscht beim Flechten gerne auseinander. Hier hilft Trockenshampoo oder ein leichtes Texturspray, das dem Haar mehr Griffigkeit verleiht, ohne es zu beschweren.

Bei stufig geschnittenem Haar stehen kürzere Partien häufig aus dem Zopf heraus. Statt dagegen anzukämpfen, lohnt es sich, diese Strähnen bewusst als Teil des lässigen Looks zu akzeptieren oder sie mit etwas Haarwachs dezent anzulegen. Wer sehr feines Haar hat und der Zopf dadurch dünn wirkt, kann vor dem Flechten mit einer Salzwasserspray-Behandlung mehr Volumen erzeugen und den Zopf anschließend großzügig auseinanderziehen.

Ein häufiger Fehler betrifft das Ergebnis selbst: Der Zopf sieht zu streng und akkurat aus. In diesem Fall wurde schlicht das Lockern vergessen oder zu zaghaft ausgeführt. Mut zum Unperfekten ist hier der Schlüssel, denn je mehr die einzelnen Glieder auseinandergezogen werden, desto organischer und weicher wirkt das Gesamtbild.

Die richtigen Produkte: Was den Fischgrätenzopf haltbar und gesund hält

Ein lockerer Fischgrätenzopf braucht keine aufwendige Produktroutine, aber die richtige Unterstützung macht einen spürbaren Unterschied. Leichte Textursprays auf Salzbasis geben Halt, ohne zu verkleben. Silikonfreie Leave-in-Seren schützen die Haarspitzen vor Reibung innerhalb des Zopfes und sorgen gleichzeitig für Glanz.

Beim Haargummi lohnt sich der Wechsel zu schonenderen Varianten: Spiralhaargummis oder Scrunchies aus Seide oder Satin reduzieren Druckstellen und Haarbruch am Ansatzpunkt des Zopfes erheblich. Haarnadeln mit abgerundeten Spitzen eignen sich gut, um einzelne Strähnen an Ort und Stelle zu halten, ohne die Haarstruktur zu beschädigen. Schwere Finishing-Sprays oder stark fixierende Lacke sind für den Sonntagslook dagegen fehl am Platz – sie nehmen dem Zopf genau die Leichtigkeit, die ihn ausmacht.

Haarpflege am Sonntag: Warum ein flechtfreier Ruhetag genauso wichtig ist

So haarschonend der lockere Fischgrätenzopf auch ist – auch Flechten erzeugt eine gewisse Belastung. Regelmäßiges Flechten an derselben Stelle kann auf Dauer zu sogenannter Traktionsalopezie führen, einem Haarverlust durch dauerhaften Zug. Deshalb ist es sinnvoll, nicht jeden Tag zu flechten und den Zopfansatz regelmäßig zu variieren.

An manchen Sonntagen darf das Haar auch einfach offen bleiben, eine pflegende Haarmaske genießen oder unter einem lockeren Seidentuch ruhen. Gerade empfindliche Kopfhaut profitiert von diesem Wechsel zwischen Styling und Ruhe. Wer auf diesen Rhythmus achtet, kann den Fischgrätenzopf langfristig als festes Ritual beibehalten, ohne das Haar zu strapazieren.

Fazit

Der lockere Fischgrätenzopf ist mehr als nur eine Frisur – er ist eine kleine Auszeit vom Alltag. Er verbindet mühelose Schönheit mit bewusster Haarpflege und passt damit perfekt zum Sonntag, an dem alles etwas langsamer und achtsamer sein darf. Die Technik ist in wenigen Versuchen erlernt, das Ergebnis überraschend vielseitig, und das Haar dankt es mit weniger Bruch und mehr Glanz. Einfach ausprobieren, locker lassen und den eigenen Lazy-Sunday-Style finden – ganz ohne Druck, ganz ohne Perfektion.

Folgende Produkte könnten interessant für Dich sein:

Texturspray für mehr Griffigkeit beim Flechten

Ein leichtes Texturspray ist der wichtigste Helfer für den perfekten Fischgrätenzopf. Es raut die Haaroberfläche sanft an, sodass die einzelnen Strähnen beim Flechten nicht wegrutschen. Einfach vor dem Flechten aus etwa 20 Zentimetern Entfernung in die Längen sprühen und kurz mit den Fingern durcharbeiten – besonders bei glattem oder frisch gewaschenem Haar macht das einen enormen Unterschied.

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Trockenshampoo für Volumen und Halt am Ansatz

Trockenshampoo ist nicht nur ein Auffrischer zwischen den Haarwäschen, sondern auch ein unterschätztes Styling-Produkt. Am Ansatz aufgetragen gibt es feinem Haar sofort mehr Stand und Volumen, wodurch der Fischgrätenzopf fülliger wirkt und besser hält. Am besten eignet sich Trockenshampoo in Pulverform oder als feines Spray ohne sichtbare Rückstände.

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Spiral-Haargummis für schonende Fixierung

Herkömmliche Haargummis hinterlassen Druckstellen und können das Haar an der Fixierungsstelle brechen lassen. Spiral-Haargummis aus Kunststoff oder Stoff verteilen den Druck gleichmäßiger und lassen sich rückstandsfrei herausziehen, ohne einzelne Haare mitzureißen. Für den lockeren Fischgrätenzopf sind sie die ideale Wahl, weil sie halten, ohne zu fest zu sitzen.

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Seiden-Scrunchie für Overnight-Flechten

Wer den Fischgrätenzopf über Nacht tragen möchte, um am nächsten Morgen sanfte Wellen zu haben, sollte auf einen Scrunchie aus Seide oder Satin setzen. Das glatte Material reduziert die Reibung am Haar deutlich und verhindert Haarbruch und Spliss während des Schlafens. Gleichzeitig sitzt der Zopf locker genug, um die Kopfhaut nicht zu belasten.

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Seidenkissenbezug für weniger Reibung im Schlaf

Ein Seidenkissenbezug ergänzt den Seiden-Scrunchie perfekt und schützt das geflochtene Haar über Nacht vor Reibung und Austrocknung. Die glatte Oberfläche sorgt dafür, dass der Fischgrätenzopf seine Form behält und die Haarstruktur am Morgen geschmeidig und glänzend bleibt – ein einfacher Wechsel mit großer Wirkung für die Haargesundheit.

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Leave-in-Serum für geschmeidige Haarspitzen

Innerhalb eines Zopfes reiben die Haarspitzen aneinander, was auf Dauer zu Spliss führen kann. Ein leichtes, silikonfreies Leave-in-Serum schützt die Spitzen vor dieser mechanischen Belastung und verleiht dem fertigen Zopf einen gesunden Glanz. Wichtig ist, das Serum nur in die Spitzen und Längen zu geben und den Ansatz auszusparen, damit der Zopf nicht beschwert wird.

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Haarbürste mit Naturborsten für schonendes Entwirren

Vor dem Flechten sollte das Haar sanft entwirrt werden, ohne die Struktur aufzurauen oder statische Aufladung zu erzeugen. Eine Bürste mit Naturborsten, etwa aus Wildschweinborsten, gleitet schonend durch das Haar, verteilt den natürlichen Talg von der Kopfhaut bis in die Spitzen und sorgt für einen seidigen Grundzustand – die perfekte Vorbereitung für einen gleichmäßigen Fischgrätenzopf.

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Flexibles Haarspray für unsichtbaren Halt

Nach dem Flechten und Lockern fixiert ein Haarspray mit flexiblem Halt den fertigen Look, ohne ihn steif oder künstlich wirken zu lassen. Das Spray bewahrt die natürliche Bewegung des Zopfes und verhindert gleichzeitig, dass sich einzelne Strähnen im Laufe des Tages unkontrolliert lösen. Am besten aus großem Abstand als feinen Nebel über den gesamten Zopf sprühen.

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Häufige Leserfragen zum Fischgrätenzopf

Wie lang müssen die Haare mindestens sein, damit ein Fischgrätenzopf funktioniert?

Als Richtwert gilt eine Haarlänge ab Schulterhöhe. Kürzere Haare lassen sich zwar in die Fischgrätenstruktur einarbeiten, lösen sich aber schnell wieder heraus und ergeben keinen definierten Zopf. Wer knapp an der Mindestlänge liegt, kann mit der seitlichen Variante beginnen, weil dort alle Strähnen besser zusammengehalten werden. Ein Tipp: Etwas Texturspray vor dem Flechten gibt kürzerem Haar deutlich mehr Griffigkeit und Halt.

Funktioniert der Fischgrätenzopf auch bei Naturlocken oder stark gewelltem Haar?

Sogar besonders gut. Naturlocken und Wellen bringen von Natur aus die Textur mit, die glattem Haar oft fehlt. Die einzelnen Strähnen verhaken sich leichter ineinander und der Zopf hält ohne zusätzliche Produkte. Das Ergebnis wirkt bei lockigem Haar oft noch voluminöser und lebendiger als bei glattem. Wichtig ist nur, die Locken vorher nicht nass durchzubürsten, sondern das Haar trocken und mit den Fingern zu entwirren, um die natürliche Struktur zu erhalten.

Kann ich mit dem Fischgrätenzopf über Nacht schlafen?

Ja, und das bringt sogar einen schönen Nebeneffekt mit sich. Wer den Fischgrätenzopf abends locker flicht und über Nacht trägt, wacht morgens mit sanften, natürlichen Wellen auf – ganz ohne Hitze oder Lockenstab. Damit das Haar dabei nicht leidet, sollte der Zopf wirklich locker sitzen und idealerweise ein Scrunchie aus Seide oder Satin als Fixierung dienen. Wer auf einem Seidenkissenbezug schläft, reduziert die Reibung zusätzlich und schützt die Haarstruktur.

Was ist der Unterschied zwischen Fischgrätenzopf und Ährenzopf?

Im deutschsprachigen Raum werden beide Begriffe häufig synonym verwendet, und tatsächlich beschreiben sie dieselbe Flechttechnik. Der Name Ährenzopf bezieht sich auf die Ähnlichkeit des Musters mit einer Getreideähre, während Fischgrätenzopf das fischgrätenartige V-Muster betont. Manchmal wird der Ährenzopf mit etwas breiteren Strähnen geflochten, was ein gröberes Muster ergibt, aber die Grundtechnik – zwei Stränge, abwechselnd dünne Außenpartien überkreuzen – bleibt identisch.

Mein Fischgrätenzopf sieht immer zu ordentlich und streng aus – was mache ich falsch?

Das ist der häufigste Frustpunkt und gleichzeitig am einfachsten zu lösen. Nach dem Flechten muss der Zopf aktiv gelockert werden, indem die einzelnen Flechtglieder mit Daumen und Zeigefinger vorsichtig nach außen gezogen werden. Dabei darf ruhig Mut zur Unregelmäßigkeit herrschen – manche Partien stärker, andere weniger herausziehen. Zusätzlich hilft es, bereits während des Flechtens nicht zu fest zu ziehen und die Strähnen bewusst locker zu führen. Der lässige Look entsteht nicht beim Flechten selbst, sondern erst beim Lockern danach.

Welche Produkte sollte ich bei feinem Haar vor dem Flechten verwenden?

Feines Haar profitiert am meisten von Trockenshampoo am Ansatz und einem leichten Texturspray in den Längen. Beide Produkte rauen die Haaroberfläche minimal an und verhindern, dass die Strähnen beim Flechten sofort wieder auseinandergleiten. Wichtig ist, auf schwere Seren oder Öle vor dem Flechten zu verzichten, da diese feines Haar beschweren und den Zopf platt wirken lassen. Nach dem Flechten kann ein feiner Hauch Haarspray mit flexiblem Halt den Look fixieren, ohne ihn steif erscheinen zu lassen.

Schädigt regelmäßiges Flechten die Haare?

Lockeres Flechten gilt grundsätzlich als eine der schonendsten Frisuren überhaupt, weil das Haar geschützt liegt und weniger äußerer Reibung ausgesetzt ist. Problematisch wird es nur bei dauerhaftem, zu straffem Flechten an immer derselben Stelle – dann kann sogenannte Traktionsalopezie entstehen, ein Haarverlust durch chronischen Zug. Die Lösung ist einfach: Den Zopfansatz variieren, nicht jeden Tag flechten und dem Haar regelmäßig einen offenen Ruhetag gönnen. Wer darauf achtet, kann den Fischgrätenzopf bedenkenlos als festes Styling-Ritual beibehalten.

Gibt es eine einfache Methode, den Fischgrätenzopf an mir selbst zu üben?

Der beste Einstieg ist die seitliche Variante. Dabei wird das gesamte Haar über eine Schulter nach vorne gelegt, sodass beide Hände vor dem Körper arbeiten können und die Flechtbewegung sichtbar bleibt. Anfängerinnen sollten zunächst mit dickeren Strähnen beginnen, weil das Muster so schneller entsteht und die Hände die Bewegung leichter verinnerlichen. Erst mit etwas Routine lohnt es sich, auf feinere Strähnen umzusteigen, die das typische filigrane Fischgrätenmuster erzeugen. Drei bis vier Durchläufe reichen bei den meisten aus, um die Technik sicher zu beherrschen.

Letzte Aktualisierung am 2026-05-16 / Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API

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Jan Oliver Fricke
Jan Oliver Fricke
Als Herausgeber und Autor von Corporel Kosmetik Magazin ist es mir eine Freude über das Thema Kosmetik zu schreiben, neue Trends zu entdecken, oder bei Problemen zu helfen.

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