Sunday Selfcare: Warum Bonding-Treatments wie Olaplex und K18 gefärbtes Haar retten – und normale Kuren versagen
Inhaltsverzeichnis
Sunday Selfcare: Die Olaplex/K18-Routine für gefärbtes Haar
Wer sein Haar regelmäßig färbt, kennt das Dilemma: Die Farbe sieht in den ersten Tagen fantastisch aus, doch schon nach wenigen Wochen wirkt das Haar stumpf, strohig und schwer kämmbar. Klassische Pflegeprodukte wie Spülungen und Kuren legen sich zwar um das Haar und glätten die Oberfläche, doch an der eigentlichen Ursache der Schädigung ändern sie wenig. Genau hier setzt das Konzept der wöchentlichen Intensivpflege an. Mit spezialisierten Produkten wie Olaplex und K18 lässt sich die Haarstruktur von innen heraus reparieren – ein Ansatz, der weit über kosmetische Oberflächenpflege hinausgeht und das Haar langfristig widerstandsfähiger macht.

Was passiert beim Färben mit dem Haar
Um zu verstehen, warum gefärbtes Haar so anfällig für Schäden ist, lohnt sich ein Blick auf die chemischen Vorgänge während des Färbeprozesses. Permanente Haarfarben arbeiten mit Ammoniak oder ähnlichen alkalischen Substanzen, die die äußere Schuppenschicht des Haares – die Cuticula – aufquellen lassen. Nur so können die Farbpigmente ins Haarinnere, den Cortex, eindringen und sich dort dauerhaft verankern.
Die Rolle der Disulfidbrücken
Im Cortex befinden sich die Disulfidbrücken, chemische Verbindungen zwischen Schwefelatomen, die dem Haar seine Festigkeit und Elastizität verleihen. Der Färbeprozess greift diese Brücken an und bricht sie teilweise auf. Je häufiger gefärbt wird und je stärker die Aufhellung, desto mehr dieser stabilisierenden Verbindungen gehen verloren. Das Ergebnis: Das Haar verliert an Spannkraft, wird porös und bricht leichter. Herkömmliche Pflegeprodukte können diese strukturellen Schäden nicht beheben, da sie lediglich äußerlich wirken.
Olaplex und K18: Was steckt dahinter
Beide Systeme haben in den vergangenen Jahren für Aufsehen in der Haarpflege gesorgt, denn sie versprechen Reparatur auf molekularer Ebene. Obwohl sie oft in einem Atemzug genannt werden, verfolgen Olaplex und K18 unterschiedliche Ansätze.
Wie Olaplex arbeitet
Olaplex enthält einen patentierten Wirkstoff namens Bis-Aminopropyl Diglycol Dimaleate. Dieser Inhaltsstoff dringt ins Haarinnere ein und verknüpft gebrochene Disulfidbrücken wieder miteinander. Das Haar gewinnt dadurch einen Teil seiner ursprünglichen Stabilität zurück. Olaplex wurde ursprünglich als Zusatz während des Färbeprozesses entwickelt, um Schäden bereits bei der Entstehung zu minimieren. Inzwischen gibt es mit dem Olaplex No. 3 auch ein Produkt für die regelmäßige Anwendung zu Hause.
Der Ansatz von K18
K18 hingegen konzentriert sich auf die Wiederherstellung des Keratins, des Hauptbestandteils unserer Haare. Das Produkt enthält ein bioaktives Peptid, das beschädigte Keratinketten erkennt und sich dort einlagert, wo Bausteine fehlen. Anders als bei Olaplex geht es hier weniger um die Verbindungen zwischen den Proteinsträngen, sondern um die Stränge selbst. K18 arbeitet ohne Ausspülen und benötigt nur wenige Minuten Einwirkzeit.
Gemeinsamkeiten und Unterschiede
Beide Produkte reparieren von innen, wirken kumulativ und zeigen ihre volle Wirkung bei regelmäßiger Anwendung. Der wesentliche Unterschied liegt im Ansatzpunkt: Olaplex stärkt die Brücken zwischen den Proteinstrukturen, K18 füllt die Proteine selbst auf. In Kombination ergänzen sich beide Systeme daher ideal.

Die Sunday-Selfcare-Routine Schritt für Schritt
Eine wöchentliche Intensivpflege-Routine lässt sich unkompliziert in den Alltag integrieren. Der Sonntag eignet sich besonders gut, da meist mehr Zeit für ausgedehnte Pflegerituale bleibt.
Die richtige Reihenfolge
Zunächst das Haar mit einem klärenden oder sulfatfreien Shampoo waschen, um Rückstände zu entfernen. Anschließend das Haar handtuchtrocken tupfen. Nun kommt Olaplex No. 3 zum Einsatz: Eine haselnussgroße Menge gleichmäßig von den Längen bis in die Spitzen verteilen und mindestens zehn Minuten einwirken lassen. Für intensivere Ergebnisse kann die Einwirkzeit auf bis zu 90 Minuten verlängert werden. Danach gründlich ausspülen und erneut sanft shampoonieren.
Nach dem zweiten Waschgang das Haar wieder handtuchtrocken machen und K18 Leave-in Molecular Repair Hair Mask auftragen. Eine kleine Menge genügt, da das Produkt hochkonzentriert ist. Vier Minuten einwirken lassen, nicht ausspülen. Anschließend kann wie gewohnt gestylt werden.
Einwirkzeiten beachten
Bei Olaplex gilt: länger ist tendenziell besser, solange das Haar nicht austrocknet. K18 hingegen wirkt bereits nach vier Minuten optimal. Ein längeres Einwirken schadet nicht, bringt aber auch keinen zusätzlichen Nutzen.
Häufige Fehler bei der Anwendung
So einfach die Routine klingt, schleichen sich in der Praxis häufig Fehler ein, die das Ergebnis beeinträchtigen.
Zu viel Produkt verwenden
Sowohl Olaplex als auch K18 sind hochkonzentriert. Eine Überdosierung führt nicht zu besseren Ergebnissen, sondern kann das Haar beschweren oder einen fettigen Film hinterlassen. Bei feinem Haar reichen oft schon wenige Tropfen.
Falsche Reihenfolge
K18 sollte immer auf frisch gereinigtes, handtuchtrockenes Haar ohne vorherige Spülung oder Maske aufgetragen werden. Rückstände anderer Produkte können die Aufnahme des Peptids blockieren. Olaplex hingegen kann vor dem Shampoonieren angewendet werden.
Ungeeignete Zusatzpflege
Schwere Silikonspülungen oder ölbasierte Kuren direkt nach der K18-Anwendung können die Wirkung beeinträchtigen. Am besten nach der Routine zunächst auf weitere Leave-in-Produkte verzichten oder nur leichte, wasserbasierte Stylingprodukte verwenden.
Für wen eignet sich die Routine
Grundsätzlich profitiert jedes chemisch behandelte Haar von dieser Pflegeroutine. Besonders sinnvoll ist die Kombination bei regelmäßig gefärbtem oder blondiertem Haar, bei sichtbaren Schäden wie Spliss und Haarbruch sowie bei Haar, das durch häufiges Hitzestyling strapaziert wurde.
Für naturbelassenes, gesundes Haar ist die Routine meist nicht notwendig. Auch bei sehr feinem Haar sollte die Produktmenge reduziert werden, um ein Beschweren zu vermeiden. Wer unsicher ist, kann zunächst nur eines der beiden Produkte testen und beobachten, wie das Haar reagiert.
Ergänzende Tipps für langanhaltende Farbbrillanz
Die wöchentliche Intensivpflege bildet das Fundament, doch auch im Alltag lässt sich einiges tun, um gefärbtes Haar zu schützen. Hitzeschutzsprays vor dem Föhnen oder Glätten sind unverzichtbar, denn hohe Temperaturen öffnen die Schuppenschicht und lassen Farbpigmente schneller verblassen. Sulfatfreie Shampoos reinigen schonender und greifen die Farbe weniger an. Auch die Ernährung spielt eine Rolle: Ausreichend Protein, Biotin, Zink und Omega-3-Fettsäuren unterstützen das Haarwachstum und sorgen für Glanz von innen heraus.
Fazit
Gefärbtes Haar verdient mehr als oberflächliche Pflege. Mit der Kombination aus Olaplex und K18 lässt sich die Haarstruktur auf molekularer Ebene reparieren und langfristig stärken. Eine wöchentliche Sunday-Selfcare-Routine kostet wenig Zeit, liefert aber sichtbare Ergebnisse: gesünderes, glänzenderes Haar und eine Farbe, die länger strahlt. Wer einmal damit beginnt, wird schnell feststellen, dass sich diese kleine Investition in die eigene Haarpflege lohnt.
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Das Herzstück jeder Reparatur-Routine für gefärbtes Haar. Dieses Leave-in Treatment wird vor dem Shampoonieren aufgetragen und verknüpft gebrochene Disulfidbrücken im Haarinneren. Für optimale Ergebnisse mindestens zehn Minuten einwirken lassen, bei stark geschädigtem Haar gerne auch länger. Einmal wöchentlich angewendet, zeigt sich bereits nach wenigen Wochen eine deutliche Verbesserung der Haarstruktur.
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Sulfatfreie Shampoos reinigen das Haar schonend, ohne die Farbpigmente auszuwaschen oder die Schuppenschicht aufzurauen. Sie bilden die ideale Basis für jede Intensivpflege-Routine und verlängern die Farbbrillanz zwischen den Färbeterminen. Besonders empfehlenswert für alle, die ihre Haarfarbe möglichst lange erhalten möchten.
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Vor dem Föhnen, Glätten oder Lockenstab ist ein Hitzeschutz unverzichtbar. Hohe Temperaturen öffnen die Schuppenschicht und beschleunigen das Verblassen der Farbe. Ein gutes Hitzeschutzspray schützt bis zu 230 Grad und hinterlässt keinen klebrigen Film. Einfach ins handtuchtrockene oder trockene Haar sprühen und wie gewohnt stylen.
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Dieser Intensiv-Primer verstärkt die Wirkung von Olaplex No. 3 und bereitet das Haar optimal auf die Reparatur vor. Er wird als erster Schritt auf das trockene Haar aufgetragen und zehn Minuten vor der No. 3 Behandlung einwirken gelassen. Besonders für stark geschädigtes oder mehrfach blondiertes Haar eine sinnvolle Ergänzung.
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Häufige Leserfragen zum Teham Olaplex und K18
Kann ich Olaplex und K18 am selben Tag verwenden?
Ja, beide Produkte lassen sich problemlos kombinieren und ergänzen sich sogar hervorragend. Die ideale Reihenfolge ist Olaplex zuerst als Vorbehandlung mit Ausspülen, danach K18 als Leave-in auf das frisch gewaschene Haar. So arbeiten beide Systeme an unterschiedlichen Stellen der Haarstruktur und erzielen gemeinsam ein besseres Ergebnis als einzeln angewendet.
Wie oft sollte ich die Intensivpflege durchführen?
Für stark geschädigtes oder frisch gefärbtes Haar empfiehlt sich in den ersten vier Wochen eine wöchentliche Anwendung. Sobald sich der Haarzustand verbessert hat, reicht eine Behandlung alle zwei Wochen zur Erhaltung völlig aus. Bei nur leicht strapaziertem Haar genügt oft schon eine monatliche Anwendung, um die Struktur stabil zu halten.
Funktioniert die Routine auch bei Naturhaar ohne Färbung?
Grundsätzlich ja, allerdings ist der sichtbare Effekt bei unbehandeltem Haar deutlich geringer. Naturhaar verfügt noch über intakte Disulfidbrücken und vollständige Keratinstrukturen. Wer sein Haar regelmäßig glättet, föhnt oder dem Salzwasser aussetzt, kann dennoch von der reparierenden Wirkung profitieren, sollte jedoch mit geringeren Produktmengen arbeiten.
Warum darf ich nach K18 keine Spülung verwenden?
K18 benötigt direkten Kontakt zur Haarfaser, um seine bioaktiven Peptide einzulagern. Spülungen und Conditioner legen einen Film um das Haar, der diese Aufnahme blockiert. Nach der vierminütigen Einwirkzeit von K18 können anschließend leichte Stylingprodukte verwendet werden, schwere Spülungen sollten jedoch erst bei der nächsten Haarwäsche zum Einsatz kommen.
Mein Haar fühlt sich nach der Anwendung nicht weicher an – ist das normal?
Ja, das kann vorkommen und ist kein Zeichen mangelnder Wirkung. Sowohl Olaplex als auch K18 reparieren die innere Struktur, glätten aber nicht zwingend die äußere Schuppenschicht. Das Haar kann sich daher zunächst griffiger oder sogar etwas rauer anfühlen, ist aber tatsächlich stabiler und widerstandsfähiger. Bei Bedarf hilft ein leichtes Haaröl auf den Spitzen für zusätzliche Geschmeidigkeit.
Kann ich die Produkte auch über Nacht einwirken lassen?
Bei Olaplex No. 3 ist eine verlängerte Einwirkzeit von mehreren Stunden oder über Nacht möglich und kann bei stark geschädigtem Haar sogar sinnvoll sein. K18 hingegen wirkt bereits nach vier Minuten vollständig, eine längere Einwirkzeit bringt keinen zusätzlichen Nutzen. Das Haar sollte dabei nicht eingewickelt werden, da K18 an der Luft am besten einzieht.
Sind Olaplex und K18 auch für lockiges oder Afro-Haar geeignet?
Beide Produkte eignen sich für alle Haartypen, einschließlich lockigem und stark strukturiertem Haar. Gerade Afro-Haar, das häufig chemischen Behandlungen wie Relaxern ausgesetzt ist, profitiert von der strukturellen Reparatur. Die Anwendung bleibt identisch, lediglich die Produktmenge sollte an die Haardichte angepasst werden – bei dichtem Haar darf es etwas mehr sein.
Lohnt sich die Investition, oder reichen günstigere Alternativen?
Die Wirkung von Olaplex und K18 basiert auf patentierten Technologien, die herkömmliche Pflegeprodukte nicht bieten. Günstigere Kuren pflegen das Haar oberflächlich und sorgen für Glanz, reparieren aber keine gebrochenen Bindungen oder beschädigten Keratinstrukturen. Wer regelmäßig färbt und langfristig gesundes Haar möchte, profitiert von der Investition, da weniger Haarbruch auch seltenere Friseurbesuche bedeutet.
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